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Ein kurzer Bücherrückblick auf 2019 und warum ich 2020 nicht mehr mitzähle

Bücherstatistik 2019

Vielleicht ist es euch aufgefallen, bisher gab es hier gar keinen Jahresrückblick für 2019. Tatsächlich habe ich beschlossen, den einfach ausfallen zu lassen, denn es gab ja regelmäßig Monatsrückblicke. Im letzten habe ich schon angekündigt, dass ich zum Thema Bücher und Lesen noch einen ausführlicheren Beitrag schreiben werden und der folgt nun.

28 und zwei halbe gelesene Bücher kann ich 2019 vorweisen. Das sind 9413 gelesene Seiten und dazu kamen 44 neue Bücher. Ich weiß nicht, wann eine Statistik jemals so schlecht aussah bei mir. Daran zeigt sich einmal mehr, dass 2019 wirklich nicht mein Jahr war.

Highlights 2019

Ein paar Highlights kann ich dennoch nennen: Wie Eulen in der Nacht von Maggie Stiefvater / Schamlos von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz / Der Mann, der Sherlock Holmes tötete von Graham Moore / Die Bullet-Journal-Methode von Ryder Carroll / Staub & Flammen. Das zweite Buch der Götter von Kira Licht / Strange the Dreamer (Buch 1 und Buch 2) von Laini Taylor / Gesund kochen ist Liebe von Veronika Pachala

Zurück zur Statistik – Warum habe ich eigentlich vergleichsweise so wenig gelesen? Oft lag das daran, dass ich mir Bücher zur falschen Zeit vorgenommen habe, die dann einfach nicht zu meiner Stimmung passten. Oder ich wollte Sachbücher lesen, mein Auffassungsvermögen war aber durch den begonnenen Vollzeitjob schon aufgebraucht und ich konnte mich nur schwer konzentrieren. Zudem hatte ich immer die Ambition, Bücher nicht parallel, sondern nacheinander zu lesen.

Wie das eben so ist, wenn man in einer Bibliothek arbeitet – ständig fallen einem im Arbeitsalltag tolle Bücher in die Hände und sie werden kurzerhand ausgeliehen. Kostet ja nix und wer weiß, wann sie das nächste Mal verfügbar sind. Tja und dann sammelt sich neben dem bereits vorhandenen heimischen Stapel ungelesener Bücher (SuB) auch noch ein Bibliotheks-SuB an. Auch das setzte mich unter Druck, denn hier ist von Natur aus eine Frist gegeben, bis die Bücher zurück müssen. Allerdings schaffe ich gar nicht so viel in so kurzer Zeit.

2020 möchte ich spontaner lesen

Ich werde also etwas ändern. Wenn ich gerade nicht in der Stimmung für Geschichte A bin, dann greife ich eben zu Geschichte B und quäle mich nicht mit A herum, bis ich fertig bin. Die richtige Zeit für A wird schon noch kommen. Deshalb versuche ich künftig, in der Bibliothek etwas weniger mitzunehmen und werde noch weniger Rezensionsexemplare annehmen als ohnehin schon. Vielleicht auch gar keine mehr, das wird sich ergeben. Ich möchte einfach aus dem Bauch heraus nach einem Buch greifen können und nicht erst ein anderes lesen „müssen“, sei es aufgrund einer Kooperation oder weil ich mir das selbst auferlegt habe.

Kommt euch das ständige Vergleichen, vor allem in Social Media, bekannt vor? Oh nein, Bloggerin X hat sooo viel mehr gelesen als ich. Aber hey, bei Blogger Y waren es ein paar Bücher weniger als bei mir. Na dann fühle ich mich doch nicht so schlecht.
Ernsthaft? Lesen ist doch kein Wettbewerb! Mal abgesehen davon, dass die Anzahl Bücher sowieso nichts aussagt, weil es dicke und dünne und leicht und schwer lesbare gibt. Deshalb schaue ich schon lange nur auf meine eigenen Zahlen und vergleiche allenfalls einzelne Monate oder Jahre bei mir selbst. Aber auch hier: Diese Zahl sagt im Grunde gar nichts aus. In manchen Lebensphasen kann man eben mehr lesen, in manchen weniger. Und eigentlich sollte es doch sowieso um den Inhalt eines Buches gehen, das Gefühl beim Lesen oder Wissen, das ich mitnehme, nicht um seine Metadaten.

Das ist der Grund, warum ich dieses Jahr aufgehört habe zu zählen. Ich notiere mir dennoch, wann ich was gelesen habe, denn das möchte ich nachverfolgen können. Eine Statistik kann ich also jederzeit im Nachhinein erstellen, sollte ich sie doch vermissen. Aber ich zähle nicht laufend mit, wie viele Bücher es denn nun schon sind, vor allem auf dem Blog und Instagram. Und wisst ihr was? Bisher klappt das richtig gut! Ich merke wirklich, dass ich um des Lesens willen lese und nicht für irgendeine Statistik.

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3 Kommentare

  • Antworten Jule

    Hallöchen :)
    du triffst mit deinem Beitrag direkt ins Schwarze. Die ständigen Vergleiche sind absoluter Stress und führe meist zum Gegenteil. Natürlich bekommt auch mit, was Blogger A und B so lesen und vor allem wie viel. Manchmal frage ich mich, wann sie das alles schaffen. Aber ich schenke dem nicht mehr so viel Bedeutung, wie vielleicht vor einigen Jahren. Jeder soll so viel lesen, wie er mag und schafft.
    Bei der Statistik halte ich es ähnlich wie du. Ich notiere mir, wann ich welches Buch gelesen habe, zähle aber nicht mit. Zwar nutze ich die Goodreads-Lesechallenge, aber wenn ich sie zum Ende des Jahres nicht schaffe… so what? Davon geht die Welt ja nicht unter.
    Ich finde es gut, dass du jetzt das Parallellesen versuchst. Es ist auch gar nicht so schlimm, wie es immer klingt. Beispielsweise lese ich meist ein etwas leichteres Buch neben einem schwereren. Das klappt recht gut.
    Liebe Grüße
    Jule (FrauTyll)

    2. März 2020 um 9:08
    • Antworten Luise

      Hallo Jule!
      Interessant, dass du ähnlich vorgehst. Mit einer Jahres-Challenge, wie es so viele bei Goodreads machen, konnte ich mich irgendwie nie anfreunden. Das sind auch einfach Summen von Büchern, die ich schwer greifbar finde und dann fühle ich mich durch die Zahl zu sehr unter Druck gesetzt. Wenn es für dich so passt, ist das natürlich super!
      So in etwa habe ich mir das Parallellesen nun auch gedacht. Oder eben einen Roman und ein Sachbuch. Nur bei zwei ähnlichen Büchern komme ich dann doch zu sehr durcheinander.

      Liebe Grüße :)

      15. März 2020 um 16:37
  • Antworten Tina

    Hallo Luise,

    wir hatten uns ja schon mal darüber unterhalten. Mich wurmt es immer noch, dass ich weniger lese seit ich wieder einen Mann in meinem Leben habe. Aber hätte ich die Wahl, würde ich es trotzdem nicht anders machen. *lach

    Mir geht es dabei tatsächlich nicht um die Zahl, sondern eher um „oh man, ich hätte so Bock das und das und das zu lesen, aber nicht die Zeit…“.
    Wenn ich mehr Lesezeit haben wollte, müsste irgendetwas anderes drunter leiden. Wahrscheinlich der Blog, weil der mich neben Diego am meisten in der Freizeit auslastet.
    Das will ich aber auch nicht. Schwierige Kiste. Von daher bleibt es wie es ist und statt 3 oder 4 Bücher, sind es eben nur 2 im Monat, was solls.

    Liebe Grüße
    Tina

    2. April 2020 um 11:21
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