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Bücher Rezension

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete – Graham Moore

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete von Graham MooreWerbung // Titel: Der Mann, der Sherlock Holmes tötete / AutorIn: Graham Moore / Originalsprache: Englisch / Originaltitel: The Sherlockian / ÜbersetzerIn: Kirsten Riesselmann / Verlag: Eichborn / Erschienen: Februar 2019 / Hardcover / 479 Seiten / 22,00€ (D) / ISBN 978-3-8479-0038-2

KLAPPENTEXT

Arthur Conan Doyle tritt in die Fußstapfen seiner berühmtesten Figur Sherlock Holmes: Weil Scotland Yard keinen Anlass sieht, den Mord an einem augenscheinlich leichten Mädchen aufzuklären, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Er schleicht durch die dunklen Straßen des viktorianischen London und landet an Orten, die kein Gentleman betreten sollte. Etwa hundert Jahre später ist ein junger Sherlock-Fan in einen Mordfall verstrickt, bei dem Doyles verschwundenes Tagebuch und einige Fälle seines berühmten Detektivs eine wichtige Rolle spielen. Zwei Morde, zwei Amateurdetektive, zwei Welten – und ein großer Lesespaß!

Quelle: Lübbe

MEINE MEINUNG

Wie hätte ich bei diesem Titel nicht neugierig werden können? Der Mann, der Sherlock Holmes tötete – hier wird schnell klar, dass der Inhalt vor allem für Fans von Sherlock Holmes und seinem Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle interessant sein könnte. Die Anspielung dürfte offensichtlich sein.

Abwechselnd erzählt Graham Moore seine Geschichte aus der Perspektive von Conan Doyle und Harold White, einem jungen Sherlockianer. Somit kommen auch zwei Zeitebenen ins Spiel, denn Harold lebt in der Gegenwart. Die Kapitel sind recht kurz und halten die Spannung stets auf einem hohen Level, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Doch worum geht es eigentlich? In der Vergangenheit erleben wir Conan Doyle, nachdem er Sherlock Holmes im Reichenbachfall ermordet hat. Er macht es sich zur Aufgabe, einen Serienmörder zu schnappen. Unterstützung erhält er dabei von seinem guten Freund Bram Stoker, den wir als Autor von Dracula kennen.

Auch in der Gegenwart wird ein Mörder gesucht, denn bei der Zusammenkunft der Baker Street Irregulars, deren jüngstes Mitglied Harold ist, gab es einen Todesfall. Gemeinsam mit der Journalistin Sarah nimmt er sich der Sache an. Doch nicht nur das, gesucht wird auch das verschollene Tagebuch von Arthur Conan Doyle, das genau den Zeitraum behandelt, über den wir in der Vergangenheit mehr erfahren.

Eine gewisse Begeisterung für Sherlock Holmes und Conan Doyle ist für die Lektüre demnach sicher nicht schlecht. Grundlegende Kenntnisse des Sherlock-Holmes-Universums sollte man auf jeden Fall mitbringen, andernfalls bleiben viele Anspielungen und Bezüge vermutlich sehr rätselhaft.

Graham Moore gelingt es meiner Meinung nach ausgesprochen gut, fiktive Ideen mit realen Gegebenheiten zu vermischen. Dabei sind zwei unheimlich interessante Handlungsstränge mit einem für meinen Geschmack genau richtigen Maß an Informationsdichte entstanden. Nichts war mir zu viel oder zu wenig. Einziger Kritikpunkt: Das Ende in der Gegenwart war mir dann doch ein wenig zu unrealistisch dargestellt.

FAZIT

5 von 5 Lesebändchen

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete ist eine unheimlich spannende Geschichte auf zwei Zeitebenen, die hauptsächlich für Fans des Detektivs interessant ist. Graham Moore vermischt gekonnt Fiktion und Realität und gewährt dabei einen Einblick ins Leben des Schriftstellers Arthur Conan Doyle.

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