Follow:
Kreatives

Mein (nicht mehr ganz so) neues Bullet Journal aus dem EMF Verlag

Bullet Journal EMF Verlag CoverEnde Juni war es so weit: In meinem Bullet Journal gab es keine freien Seiten mehr. Oder besser gesagt, nicht mehr genug für den nächsten Monat. Endlich kam das Neue zum Einsatz, das bereits seit der Frankfurter Buchmesse bei mir wartete. Da ich es seitdem nutze, wird es wieder Zeit für ein Update zur Gestaltung der Seiten, denn da hat sich ein bisschen was geändert. Und bei der Gelegenheit möchte ich gleich ein kleines Zwischenfazit zum Buch ziehen.

Letzten Herbst hatte ich euch ja den Bullet-Journal-Guide von Marietheres Viehler vorgestellt. Im Zuge dessen hat der EMF Verlag gleich eine ganze Reihe ‚Bullet-Journal-Equipment‘ herausgebracht. Dazu gehören auch blanko Bullet Journals in verschiedenen Designs und eins davon nutze ich jetzt.

Ähnlich des Leuchtturm1917-Notizbuchs (mein Vorgänger und beliebtes BuJo-Buch) hat es nummerierte, punktkarierte Seiten, einen festen Einband mit Gummiband und hinten eine Froschtasche. Die ersten Seiten haben eine vorgedruckte Überschrift für den Key, Index und das Future Log. Das Punktraster ist hier mit einem 4mm-Abstand gedruckt und die Seiten sind aus dickerem Papier, was das Buch insgesamt dicker und schwerer macht. Außerdem gibt es ein obligatorisches Lesebändchen.

Bullet Journal EMF Verlag Einband

Was direkt beim Stiftetest auffiel: Brush Pens sollte man in diesem Buch eher nicht verwenden. Dafür ist das Papier nicht glatt genug und es saugt zudem viel Flüssigkeit auf, sodass die Farben leicht durchdrücken. Im Juli habe ich mal ein Watercolor-Design ausprobiert und schnell gemerkt, dass ich das besser sein lasse. Das Papier wellt sich nämlich ziemlich, wenn es mit Wasser in Berührung kommt. Seitdem bin ich wieder zu meinem minimalistischen Stil zurückgekehrt.

Mit dem Papier bzw. dem Einband des Buches bin ich nicht ganz so zufrieden, denn es bleibt aufgeschlagen kaum liegen. Meistens klappen zumindest ein paar Seiten sofort wieder zu, was im täglichen Gebrauch ein bisschen nervig ist.

Bevor ich mit dem Kalendersystem starte, wollte ich im neuen Bullet Journal gern ein paar allgemeine Seiten für Notizen zu Blog & Co. Dafür habe ich die vorgefertigten Überschriften auf den ersten Seiten (Key, Index, Future Log) mit einem schönen Papier überklebt und darauf die Überschrift gestaltet. Als Beispiel hab ich euch mal den Geburtstagskalender fotografiert (den ich am Anfang vergessen hatte und der nun ganz hinten im Buch untergebracht ist). Das Design des Bullet Journals auf dem Cover war dabei meine Inspiration für den Überschrift-Block und dieser Stil zieht sich nun durch meine Seiten.

Bullet Journal Geburtstagskalender

Die Spalten im Future Log haben ein bisschen mehr Platz bekommen. Statt drei, wie beim letzten Mal, sind nur noch zwei auf einer Seite. Weil die Punkte auf den Seiten nun einen kleineren Abstand haben, passt letztlich mehr Inhalt drauf und es war noch Platz für das kompakte Kalendarium, das ich gestempelt habe. Ansonsten halte ich mich bei den allgemeinen Seiten an den Greenery-Look (plus Gold-/Metallic-Akzente), den das Cover mit sich bringt.

Bullet Journal Future Log Jahresübersicht

Nach dem Watercolor-Experiment vom Juli habe ich im August wieder zu einem minimalistischen Weekly Log gefunden, das ich für den September auch direkt so beibehalte. Die Seitenaufteilung hat sich gegenüber dem letzten Bullet Journal etwas verändert: Während sich in der Mitte die einzelnen Tage befinden, nutze ich die linke Spalte für Notizen zum Blog und den kleinen Follower-Tracker und die rechte Spalte für allgemeine Notizen. Unbewusst haben sich auch zwei Spalten beim Eintragen an den einzelnen Tagen entwickelt: Termine und Arbeitszeiten schreibe ich links unter das Datum und den Tag, Notizen und To Dos dagegen nach rechts.

Bullet Journal Wochenübersicht Weekly Log minimalistisch

Was erstmal gleichgeblieben ist, sind die Monatsübersichten und meine Tracker-Seiten. Die bekommen monatlich eine andere Farbe, sind von der Aufteilung her aber noch genau so, wie ich sie euch schon vorgestellt hatte.

Beim Einrichten eines neuen Bullet Journals kann ich euch übrigens nur raten, unbedingt genug Zeit einzuplanen. Gerade, wenn ihr vorher schon eins hattet und einzelne Notizseiten übernehmen wollt und/oder zu Perfektionismus neigt (so wie ich), braucht das Ganze einfach ziemlich viel Zeit. Tatsächlich habe ich es eigentlich erst zum August geschafft, das BuJo wirklich einsatzbereit zu haben (und bin daher umso glücklicher, dass der September jetzt schon vorbereitet ist).

Und was ist nun mein Fazit zum EMF-BuJo? Ihr habt es sicher schon rausgelesen, so ganz meins ist es bisher nicht. Vielleicht brauche ich noch etwas länger, um mich daran zu gewöhnen. Wer gerade erst mit dem Thema anfängt, sollte vermutlich lieber zu einem Leuchtturm1917-Buch greifen, das im Handling etwas einfacher ist. Sicherlich gibt es noch weitere Hersteller, deren Produkte zu empfehlen sind, ich habe jedoch bisher nur mit diesen beiden Erfahrung. Das EMF-BuJo eignet sich meiner Einschätzung nach eher, wenn man sich ein bisschen kreativ austoben möchte und davon nichts durchscheinen soll – demnach eben ohne Watercolor und Brush Pens, was wirklich schade ist.

Du möchtest diesen Beitrag teilen?

Ähnliche Posts:

Vorheriger Post Nächster Post

2 Kommentare

  • Antworten Tina

    Liebe Luise,

    toll, dass brush Pens für das Buch keine gute Idee sind… Ist ja nicht so als würde ich die gern verwenden.
    Ich werde mich kommende Woche dransetzen und werde an dich denken, sobald ich einige Stunden damit zugange war.

    Liebe Grüße
    Tina

    5. September 2019 um 16:35
    • Antworten Luise

      Hallo Tina,

      ja, leider… Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich es dir gesagt :(
      Aber du wirst sicher eine schöne Lösung finden, ich bin schon ganz gespannt!

      Liebe Grüße :)

      6. September 2019 um 18:20

    Schreibe einen Kommentar