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{Rezension} The Gift – Das Geschenk

KLAPPENTEXT

Mit seinen Kurzgeschichten, Gedichten, Lebensweis­heiten und
biographischen Einlagen, die des Nachts im Shaolin Tempel entstanden,
entführt der Autor den Leser in eine Welt voller Ironie und menschlicher
Abgründe. Er hinterfragt gesellschaftliche Normen und öffnet das
Bewusstsein, um die Dinge mit einer neuen Klar­heit und dem notwendigen
Humor zu betrachten, in­dem er uns an seiner Weltanschauung, die geprägt
von 14 Jahren im Shaolin Tempel ist, teilhaben lässt.

The Gift – Das Geschenk ist eine zweisprachige Ausgabe, der erste Teil mit
Kurzgeschichten auf Deutsch und der zweite sowie dritte Teil
Kurzgeschichten auf Englisch.
China‘s mountains have always been home to some of its greatest
spir­itual practitioners and remain so today. But finding them is not
always easy. Shan Li has found them and has studied with them and has
brought back a collection of truly amazing stories of his
encounters.This book is a great gift and comes at a time when we need it
most.
Bill Porter/Red Pine, Author of ›Road to Heaven: Encounters with Chinese Hermits‹

Shanli‘s long experience in China gives him with a unique perspective on
that country‘s transfor­mation. Here, the contradictions between old
and new are revealed from the inside, by a young living literally at the
center of China‘s ancient cultural landscape.
Andy Ferguson, Author of ›Zen‘s Chinese Heritage: The Masters and their Teachings‹

Quelle: Amazon

MEINE MEINUNG

Seit einem Schüleraustausch nach China 2012 bin ich von der chinesischen Mentalität und Lebensweise immer wieder fasziniert. Deshalb hat mich auch dieses Buch sofort angesprochen.

Das Cover gefällt mir nicht ganz so gut. Man sieht den Autor in einem Auto und im Hintergrund den Ausschnitt eines Stadtbildes. Was mich interessierte, war der chinesische Name und die Schriftzeichen. Wenn man sich nicht sonderlich für China bzw. Asien interessiert, kann man das Buch auch schnell übersehen, denke ich.
Das Buch ist zweisprachig und enthält zunächst Kurzgeschichten auf Deutsch. Diese haben mir sehr gut gefallen. Es sind sämtliche Stimmungslagen vertreten, von amüsant bis traurig. Beim genaueren Nachdenken stellt man dann fest, dass sie alle einen philosophischen Hintergrund haben, deshalb sollte man sich auch Zeit nehmen, um sie zu lesen.
Anschließend folgen Kurzgeschichten auf Englisch, teilweise wiederholen sich die deutschen noch einmal. Für die englischen Teile brauchte ich sehr viel Zeit, weil man erstmal die Sprache verstehen und dann noch über die Philosophie nachdenken muss. Aber es lohnt sich, denn die Denkanstöße sind wirklich interessant!
Im letzten Teil erfährt man dann etwas mehr über den Autor. Er berichtet über das Leben in den Zhongnan Mountains, ebenfalls in Englisch. Dieser Teil lässt sich wieder schneller lesen, denn es geht weniger um Philosophie, sondern eher um das Leben als Buddhist und Shaolin.
Insgesamt war „The Gift – Das Geschenk“ eine inspirierende Leseerfahrung. Man braucht wirklich Zeit für diese Lektüre. Teilweise gehören mehrere Kurzgeschichten zusammen, so zum Beispiel im ersten Teil die Geschichte über Herrn Koepeling. Das hat mich manchmal etwas verwirrt, wenn dann auf so eine längere wieder kurze Geschichten folgten. Wenn man aber nur ab und zu eine Geschichte aus dem Buch liest, stört das vermutlich nicht so sehr.

FAZIT

4 von 5 Lesebändchen

„The Gift – Das Geschenk“ vermittelt in Kurzgeschichten inspirierende Denkanstöße. Es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren, um einmal abseits der alltäglichen Pfade zu philosophieren. Zudem gibt der Autor einen kleinen Einblick in das Leben eines Buddhisten und Shaolin Mönchs. Wer sich für die asiatische Kultur begeistern kann, sollte sich einmal an dieses Buch wagen.

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