{Nebenbei bemerkt} Warum Halloween bei mir ausfällt

Wir haben wieder einmal den 31. Oktober und obwohl ich das natürlich weiß, bin ich wie im letzten Jahr nicht besonders gut auf Halloween vorbereitet. Nämlich gar nicht.
Vielleicht sollte ich jetzt offenbaren, dass ich generell nicht so der Feier-Typ bin, erst recht nicht bei Motto-Partys wie eben Halloween oder auch Fasching. (Nicht, dass Ihr das jetzt falsch versteht, zu Geburtstagspartys gehe ich schon sehr gerne und auch gegen Weihnachten, Ostern usw. hab ich nichts einzuwenden!)
Dieses Jahr kommt aber noch eine weitere Komponente von Partys hinzu, die mir schlicht und einfach fehlt: Zeit! Wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, gehe ich gerade in die 12. Klasse, was mitunter extrem stressig sein kann. Und die Herbstferien, die in Thüringen letzte und diese Woche sind, bieten da irgendwie keine Auszeit. Die Seminarfacharbeit musste fertiggestellt werden (das klingt einfacher, als es ist!) und auch diverse „normale“ Hausaufgaben stehen noch an. Außerdem nehme ich diese Woche an einem Schnupperstudium der Bauhaus-Uni in Weimar teil, was mich natürlich auch ziemlich einspannt. Tja und irgendwann brauch ich auch mal ein paar Minuten für mich, einfach, um tief durchzuatmen und mich für die nächste Aufgabe zu wappnen.
Sieht jemand mein Problem?
Bin ich die Einzige, der es so geht?

Jedenfalls fällt Halloween deswegen dieses Jahr für mich aus. Zeit, irgendwas zu backen oder dekorieren, hatte ich nämlich auch nicht.
Und wenn ich schon einmal beim Bloggen bin: Gestern war ich so richtig happy, als ich nach Hause kam, denn der Postbote hatte etwas für mich hinterlassen. Ihr erinnert Euch noch an das Bloggertreffen bei Random House? Alle Teilnehmer haben jetzt ein Überraschungspaket zugeschickt bekommen! Könnt Ihr Euch meine Freude vorstellen, als ich das Paket geöffnet hab?!?! :D
Außerdem erreichte mich gestern noch ein Leserundenexemplar für LovelyBooks und die neue Ausgabe der Sweet Paul und damit war der Tag perfekt! :)
Allen Halloween-Begeisterten wünsche ich heute natürlich ganz viel Grusel-Spaß! 

World Baking Day – Did I bake brave?

Aufgrund von Zeitmangel am Sonntag hab ich nach einem relativ einfachen Rezept gesucht, das ich am Vormittag backen konnte, da der Nachmittag ja, wie schon erwähnt, mit einer Geburtstagsfeier verplant war. Entschieden hab ich mich dann für Nummer 51, also so mittel-mutig: Großmutters Kakaokuchen (leider nicht mehr online)!

Wie schon bei den Muffins letztens, war ich sehr von der Verwendung von Wasser und Kakao anstatt Schokolade angetan.
Allerdings haben sich ungeahnte Maßeinheits-Schwierigkeiten gezeigt: Im Rezept werden Mehl und Zucker in dl, also Dezilitern, angegeben. Üblicherweise findet man sowas eigentlich in Gramm-Angaben. Nun gut, man hat ja einen Messbecher im Hause, da kann man auch mal 3dl Zucker reinschütten, ein bisschen mit dem Becher auf den Tisch klopfen und schauen, dass das Ganze möglichst grade ist, dann passt das schon. Bei einfachen Rührkuchen muss zum Glück sowieso nicht alles aufs Gramm genau sein. (Ich glaube übrigens, dass ich versehentlich 30g zu viel Zucker verwendet habe, aber es hat niemandem geschadet…)
Die Vanilleschote habe ich durch ein Tütchen Vanillezucker ersetzt, bei uns finden sich nie Vanilleschoten…
Dann ab damit in den Ofen…

Da der Kuchen in einer Kastenform gebacken wird, dauert das natürlich auch ein Weilchen, bis er fertig ist, aber es duftet sooo schön schokoladig hinterher… :D

Jetzt frage ich mich natürlich, warum der Kuchen den Schwierigkeitsgrad 51 hatte… Weil, mal abgesehen von den Einheiten, wo gab es denn Schwierigkeiten? Bzw. geht es noch so viel einfacher? Vielleicht wurde das Wasserkochen als schwierig empfunden… oder eben die bei mir weggelassene Vanilleschote… oder die etwas längere Backzeit…
Ich weiß auch nicht, aber ich persönlich fand den Kuchen ziemlich einfach.
Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mich übrigens an die Nummer 99 (leider nicht mehr online) gewagt!

Demnächst wieder mehr zum Thema Bücher, nachdem es nun irgendwie sehr rezeptlastig war…

Immer diese Welttage…

Irgendwie gibt es doch für alles einen Welttag, oder? Welttag des Buches, Internationaler Jogginghosentag, Welttag des Bleistiftes… Ok, den Bleistifttag hab ich mir ausgedacht (oder gibt’s den vielleicht wirklich?), aber wenn man sich mal eingehend damit beschäftigt, dann haben die seltsamsten Dinge einen eigenen Welttag.

Warum nicht auch das Backen? Und tatsächlich, da ist er: Der World Baking Day oder eben Weltbacktag! Der ist am Sonntag, dem 19.05.2013. Da an diesem Sonntag auch Pfingsten und somit Feiertag ist, bietet es sich doch geradezu an, etwas zu backen!

Der Weltbacktag steht immer unter einem bestimmten Motto. In diesem Jahr heißt es „Bake Brave„, „Backe mutig!“. Ziel ist es also, etwas Neues auszuprobieren, sich selbst herauszufordern, etwas zu versuchen, was eventuell schief geht, es aber eben versuchen!

Dazu findet man auf der Homepage des World Baking Days (leider nicht mehr online) 100 Rezepte von Leuten aus aller Welt. Das sind Restaurant-Besitzer, Food-Blogger oder einfach Hobby-Bäcker und sogar Back-Amateure. Die 100 Rezepte sind nach Schwierigkeitsgrad geordnet. Wer also richtig mutig ist, wagt sich an das hundertste Rezept! Wer normalerweise überhaupt kein Back-Händchen hat, nimmt eben ein leichteres Rezept, vielleicht Nummer 30 oder so. Hauptsache man backt mutig!

An ebendiesem Sonntag findet in unserer Familie eine Geburtstagsfeier statt, und da man mich natürlich wieder nicht in die Planung einbezogen hat, darf ich keine Geburtstagstorte backen! Also, ich darf schon, aber die wird an diesem Tag niemand essen :(
Wenn ich also vor Beginn der Feier (hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich) Zeit finde, backe ich eines der 100 Rezepte, das möglichst ein paar Tage haltbar ist und nicht sofort verzehrt werden muss.Ihr werdet es erfahren!

Für Mama

Und schon der nächste Feiertag! Muttertag! Da Mama heute Frühdienst hatte, war am Vormittag genug Zeit, noch eine Kleinigkeit zu backen.

Endlich habe ich ein Rezept (leider nicht mehr online) für Schoko-Muffins gefunden, bei dem die Muffins auch wirklich nach Schokolade schmecken und diesen wundervollen dunkelbraunen Farbton haben! Interessanterweise wird dabei keine Schokolade, sondern Kakaopulver und Wasser verwendet. Ich denke, man könnte das aber auch durch geschmolzene Schokolade ersetzen…

Allen Müttern einen wunderschönen Feiertag! Ihr habt ihn verdient, weil wir immer auf Euch zählen können!

Ein glückliches neues Jahr!

Heute ist der 10. Februar 2013. Für die meisten ein ganz
normaler Sonntag. Aber für mehr als ein siebtel der Weltbevölkerung beginnt
heute ein neues Jahr: Das Jahr der Schlange!

Ihr habt es sicher schon erraten, es geht um das chinesische
Neujahr, bzw. Neujahr nach dem Mondkalender oder auch das Frühlingsfest. Da
ich das im letzten Sonnenjahr nicht mehr geschafft habe, möchte ich nun das neue Mondjahr begrüßen, indem ich Euch von meiner Chinareise im vergangenen Herbst
berichte. 
Klar, das geht nicht alles auf einmal, aber das chinesische
Neujahrsfest dauert auch nicht nur einen Tag. Es gibt drei gesetzliche Feiertage, aber traditionell kann man auch fünfzehn Tage lang feiern. Da merkt
man schon, „da drüben“ hat der Jahreswechsel viel mehr Bedeutung, als bei uns
in Europa. Wenn ich mich da so an 2012 erinnere… wir mussten schon am 2.
Januar wieder zur Schule!
In den nächsten fünfzehn Tagen dreht sich hier also alles, oder zumindest fast alles, um zwei Wochen Schüleraustausch-Projekt nach China. Passend dazu finden nächste Woche Fremdsprachentage an unserer Schule statt, aber darüber erzähle ich später noch. Jetzt geht es erstmal mit einem Neun-Stunden-Flug von Frankfurt in die Hauptstadt Chinas: Peking! Bitte bedenkt, dass wir schon seit dem frühen Montag-Morgen unterwegs sind, wir mussten ja auch erstmal nach Frankfurt kommen, und, dass nach China im Oktober sechs Stunden Zeitverschiebung waren…
Als wir an einem trüben Dienstag Morgen gegen sechs Uhr Peking erblickten, sind wir alle schon sehr müde vom langen Reisen. „Wir“ sind sechzehn Schüler (vierzehn Mädels und nur zwei Jungs :)) und zwei Lehrer, die das Abenteuer China wagen wollten. Am Flughafen werden wir von einem Reiseführer in Empfang genommen, der gut Deutsch spricht und uns während unseres Aufenthaltes in Peking begleiten wird. Wir dürfen ihn Peter nennen :)

Peter erzählt uns vom Verkehrsproblem in Peking (eigentlich Beijing): Es gibt einfach zu viele Autos auf den Straßen! Da hilft auch die Regelung, dass an bestimmten Tagen Autos mit bestimmten Kennzeichennummern nicht fahren dürfen, nicht viel, wir brauchen schon zwischen sieben und acht Uhr morgens länger als eine Stunde zum Hotel, weil wir andauernd im Stau stehen. Freundlicherweise bekommen wir im Hotel trotzdem noch Frühstück. Zeit zum Koffer auspacken und „einleben“ bleibt allerdings nicht, unser Programm ist vollgestopft, wir wollen ja schließlich was sehen!

Zuerst besichtigen wir den „Platz des Himmlischen Friedens“, wohl der berühmteste Platz Chinas. Weil gerade einige Festtage waren, ist alles noch geschmückt, mit vielen bunten Blumen und Lampions an den Straßenlaternen. Wie gesagt, ist das Wetter nicht gerade das beste. Es ist richtig windig und die chinesische Luft ist natürlich noch neu für uns, mir tränen wie verrückt die Augen. Noch dazu sind wir als europäische Reisegruppe mitten auf einem Platz voller Asiaten doch ein bisschen exotisch und werden von allen Seiten angestarrt. Seinen Höhepunkt hat das „Anstarren“ aber erst in Shanghai, dazu später mehr.

am Eingang zur Verbotenen Stadt

Vom Platz des Himmlischen Friedens kommt man in die Verbotene Stadt, praktisch ein Touristen-MUSS! Man durchschreitet mehrere Tore und Tempelanlagen um immer weiter in die einstige Kaiserstadt zu gelangen. Gerade zu Beginn sind die Gebäude alle wunderschön restauriert, aber je weiter man hineingeht, desto verfallener ist alles. Peter erzählt, dass im Zuge der Olympischen Spiele 2008 vieles (alles was öffentlich zugänglich war) wieder schön gemacht wurde, aber danach das Geld einfach nicht mehr gereicht hat, bzw. anderswo eingesetzt wurde. Trotzdem bin ich von den ganzen Verzierungen fasziniert. 

von einem Freund zusammengepuzzelt

Nach der Verbotenen Stadt geht es dann zum Glück endlich für längere Zeit ins Hotel. Den Rest des Tages dürfen wir selbst gestalten, aber wir brauchen natürlich was zu essen. Zu zehnt (ohne Lehrer) machen wir uns auf die Suche. Gar nicht so leicht, bei dem Verkehr! Ein Haufen Autos, ein Haufen Fahrräder, die sogar eine eigene breite Fahrspur haben. Es wird von allen Seiten gehupt und es spielt keine Rolle, ob man bei rot oder grün über die Fußgängerampel geht, es fahren immer Autos. Am besten man bewegt sich in einer Gruppe und rennt einfach drauf los. Anrempeln sollte man Chinesen dabei aber lieber nicht, dann wird nämlich gemeckert. Schließlich fragen wir einfach einen jungen Studenten, ob er weiß, wo wir etwas essen können. Er empfiehlt uns „Dumplings“ in einem bestimmten Restaurant, das wir dann auch finden. Dort gibt es auch einen Kellner, der ein bisschen Englisch spricht und sich mit unserer chaotischen Bestellung abmüht. Verzeihung! Wir haben noch nie in einem echten chinesischen Restaurant bestellt und gegessen! Irgendwie klappt sogar alles, und wir sind uns wahrscheinlich alle einig, dass Dumplings (gefüllte Teigtaschen, gekocht oder frittiert) das Beste sind, was wir in China gegessen haben. Ziemlich satt und stolz, dass wir alles so gut allein gemeistert haben, gehen wir zurück ins Hotel, wo sich unsere Lehrerin schon Sorgen gemacht hat, quasseln noch ein bisschen und fallen erschöpft in unsere Betten.

Fortsetzung folgt…
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