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Kalligrafie in 15 Minuten – William Paterson | Rezension

Titel: Kalligrafie in 15 Minuten / AutorIn: William Paterson / Originalsprache: Englisch / Originaltitel: Learn in 15 Minutes: Calligraphy / Verlag: Edition Michael Fischer / Erschienen: Februar 2018 / Softcover / 208 Seiten / 14,99€ (D) / ISBN 978-3-86355-880-2

KLAPPENTEXT

Kalligrafie ist die Kunst des schönen Schreibens und sie ist erlernbar! Lettering-Spezialist William Paterson aus England stellt in diesem Übungsbuch 30 Schriftarten und 15 Schmuckelemente vor, mit denen sich wunderschöne Briefe und Dokumente gestalten lassen. Vom Handlettering bis hin zum trendigen Brushlettering, bei dem mithilfe einer flexiblen Pinselspitze besondere Effekte erzielt werden können, erklärt er anschaulich jede Technik und liefert auch gleich die passenden Übungsvorlagen dazu. Von den 45 kurzweiligen Lerneinheiten, die das Workbook enthält, nimmt jede nur etwa 15 Minuten in Anspruch. Mit diesem Übungsbuch lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes eine eigene Handschrift entwickeln!

Quelle: EMF Verlag

MEINE MEINUNG

William Paterson möchte mit ‚Kalligrafie in 15 Minuten‘ in kurzen Lektionen verschiedene Schriften und Techniken vermitteln, um das Letteringfieber im Leser zu erwecken. Inspirierend ist es auf jeden Fall!


Dabei ist das Buch folgendermaßen aufgebaut: Zunächst werden 15 Kalligrafie-Schriften vorgestellt, dann 15 Handlettering-Schriften und im dritten Kapitel 15 Schmuckelemente. Dazu gibt es noch ein Glossar sowie Hinweise zu geeigneten Schreibwerkzeugen. Die Schriften sind dabei überwiegend klassische und Vintage-Typen, weniger moderne. Die Bezeichnung ‚Schmuckelemente‘ finde ich unpassend, es handelt sich vielmehr um Basics zu Layout und Kompositionen sowie kleinere Kniffe, die für die eigene Arbeit nützlich sind.

Für Anfänger wäre es meiner Meinung nach besser gewesen, das Buch genau andersherum aufzubauen. Die Kalligrafie-Schriften bedürfen sicherlich der meisten Übung und sind weitaus schwieriger zu erlernen, als Grundtechniken und Handlettering-Schriften. Insgesamt empfand ich die Erklärungen für Neulinge ohnehin recht dürftig. Vorwissen ist für das Buch wirklich eine große Hilfe.

Dennoch bieten sich mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und jeweils direkt anschließenden freien Übungsseiten mit Hilfslinien zu jeder Lektion gute Voraussetzungen zum Üben. Leider werden immer nur ausgewählte Buchstaben gezeigt und keine ganzen Alphabete. Für Vorlagen im jeweiligen Stil muss also selbst recherchiert werden. Häufig gibt es konkrete Empfehlungen für Stifte oder Werkzeuge, mit denen die Schrift am besten gelingt.

Das kleine Querformat des Buches liegt wirklich gut in der Hand beziehungsweise auf dem Tisch, wenn man darin übt und ist platzsparend genug, um rundherum seine Materialien auszubreiten. Allerdings ist der Text aufgrund des Formats eher klein geraten. Eine größere Schrift wäre wesentlich angenehmer für das Auge.

Mit insgesamt 30 verschiedenen Typen bietet das Buch ein großes Repertoire. Einige Schriften erfordern natürlich mehr Übung als andere. Je nach persönlichem Geschmack und Lettering-Level lassen sich aber gute Kombinationen finden und zu ansprechenden Layouts umsetzen.

FAZIT

3 von 5 Lesebändchen

‚Kalligrafie in 15 Minuten‘ bietet einen umfangreichen Überblick über verschiedenste Schrifttypen, die in kurzen Lektionen geübt werden können. Leider gibt es keine vollständigen Alphabete und nur knappe Erklärungen in recht kleiner Schrift. Für Anfänger ist das Buch eher nicht geeignet.

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2 Kommentare

  • Antworten Sandy

    Hey Luise! Das klingt ja schon einmal nicht schlecht, es gibt ja einige Lettering-Bücher für Anfänger. Schön wäre es allerdings, wenn man eine Art "Level" mit draufschreibt damit die Leser auch wissen, worauf sie sich da einlassen. Schwierig finde ich auch, nicht jeden Buchstaben eines Alphabets zu erklären, die sind ja doch oftmals sehr unterschiedlich. Ich hoffe du konntest trotzdem ein bisschen Inspiration mitnehmen! :)
    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

    5. April 2018 um 18:09
    • Antworten Luise W.

      Liebe Sandy,
      genau das denke ich auch – es muss nicht immer alles für Anfänger sein. Eine Angabe draufzuschreiben finde ich aber doch etwas schwierig, schließlich bewegt sich jeder auf einem individuellen Level.
      Inspiration konnte ich definitiv mitnehmen. Einfach auch zu sehen, welche Möglichkeiten und Stile es noch gibt, an die man vorher vielleicht nicht gedacht hat, hilft sicher in vielen Situationen weiter.

      Liebe Grüße!

      6. April 2018 um 12:16

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