Welttag des Buches 2016 – Ich schenke wieder Lesefreude

Er ist einer dieser Termine, die ich mir mit als erstes markiere,
wenn ein neues Jahr mit einem neuen Kalender startet: Der Welttag des
Buches. Welttage sind ja immer so eine Sache. Die einen feiern sie, die
anderen wissen gar nicht von ihrer Existenz und manche bekommen am Rande
etwas davon mit. Der Welttag des Buches ist für mich durchaus wichtig
und das nicht, weil ich über Bücher blogge. Zwar kursiert seit ein paar
Jahren die Aktion Blogger schenken Lesefreude, zu der es unzählige
Gewinnspiele auf beinahe jedem Buchblog gibt und (leider) verbinden
Buchblogger diesen Tag inzwischen hauptsächlich mit diesen. Aber
eigentlich geht es doch um etwas Anderes.
Was bedeuten Bücher für dich? Wie stehst du zum Thema Lesen?

Stellt
euch einmal vor euer Bücherregal und lasst den Blick darüber schweifen.
Was geht euch durch den Kopf? Nehmt ein Buch in die Hand, streicht über
den Einband, blättert durch die Seiten. Das Gefühl, das einen
bibliophilen Menschen dabei überkommt, ist nahezu berauschend. All die
Geschichten, die wir in unser Herz gelassen haben, alle Wörter, die noch
auf uns warten. Was ist das nur für eine unglaublich schöne Welt, die
da in unserem Regal steht und uns tagtäglich begleitet.

Kehrt
langsam wieder in die Realität zurück, lenkt die Gedanken wieder in
Richtung Monitor. Hinter dieser simplen Fläche brodelt es gewaltig. So
viele Stimmen tauschen sich aus, reden gemeinsam über ihre
Lieblingsgeschichten. Manche lauter, manche leiser. Ist es nicht
wunderbar, so leicht auf Gleichgesinnte zu treffen? Heute wird besonders
laut geredet, denn heute ist für alle diese Stimmen ein Feiertag, der
für viele andere einfach nur ein normaler Tag ist.

Wie
ihr seht, komme auch ich nicht umhin, heute meine Gedanken mit euch zu
teilen. Und auch in diesem Jahr möchte ich zum Welttag des Buches
Lesefreude verschenken. Ich verlose ein Exemplar von „Wir beide,
irgendwann“ an euch. Jetzt mag sich der ein oder andere vielleicht
fragen, warum es ausgerechnet dieses Buch ist. Nein, es ist nicht
besonders aktuell. Nein, es ist nicht mein Lieblingsbuch und ich habe es
auch nicht erst kürzlich entdeckt. Es ist einfach ein Buch, das ich
sehr schön finde und gerne gelesen habe und genau darum geht es doch,
nicht wahr? An einem Tag wie heute zelebrieren wir die Freude am Lesen
und an Büchern im Allgemeinen. Es würde mich wirklich sehr glücklich
machen, wenn das Buch bei jemandem landet, der es mit genau diesem
Gefühl bei sich aufnimmt und einfach gern hat.

Das Gewinnspiel ist abgelaufen. Die entsprechenden Inhalte im Beitrag wurden gelöscht. 

Das Mona-Lisa-Virus | Rezension

KLAPPENTEXT

In Amerika verschwindet eine Gruppe von Schönheitsköniginnen und taucht durch Operationen entstellt wieder auf. In Leipzig sprengen Unbekannte das Alte Rathaus, und in Mailand wird ein Da-Vinci-Wandgemälde zerstört. Gleichzeitig verbreitet sich auf der ganzen Welt ein Computervirus, das Fotodateien systematisch verändert.

Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Die Frage muss sich die Bostoner Wissenschaftlerin Helen Morgan stellen, als ihre Tochter entführt wird und die Spur nach Europa führt – hinein in ein Komplott, das in der Schaffung des berühmten Mona-Lisa-Gemäldes vor 500 Jahren seinen Anfang zu haben scheint…

Quelle: Lübbe

MEINE MEINUNG

Was haben Schönheitsköniginnen, das Leipziger Rathaus, Bienen, die Mona Lisa und ein Computervirus miteinander zu tun? Auf den ersten Blick vermutlich recht wenig, in Tibor Rodes neuem Thriller jedoch eine ganze Menge…

Das Cover gibt kaum Aufschluss über den Inhalt, zeigt es doch nur das hervorlugende Gesicht der Mona Lisa. Doch damit reiht es sich einerseits in die visuelle Gestaltung der anderen Werke des Autors ein und passt andererseits wunderbar zur Geschichte.

Typischerweise steht bei einem Thriller ein Verbrechen im Mittelpunkt und auch das Mona-Lisa-Virus kommt nicht ohne das ein oder andere aus. Doch das zentrale Thema ist ein anderes: Schönheit. Ästhetik. Perfektion. Für ein Buch dieses Genres doch eher ungewöhnlich und genau der Punkt, der viele Leser reizen könnte.

Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und von verschiedenen Orten, die über den ganzen Erdball verteilt sind. Zunächst ist das etwas verwirrend, doch die einzelnen Handlungsstränge führen schnell zusammen, sodass man kaum durcheinander kommt. Dabei helfen auch die sehr kurzen Kapitel, die die Spannung extrem hoch halten und den Lesefluss in diesem Fall tatsächlich erleichtern.

Die verschiedenen Perspektiven haben aber auch einen erheblichen Nachteil, denn als Leser weiß man stets über alle Entwicklungen Bescheid. Dadurch wirkt es etwa aber der Hälfte des Buches oft, als würden die Protagonisten in ihren jeweiligen Situationen noch hinterherhinken und der Mittelteil zieht sich etwas in die Länge. Dennoch ist das Finale nicht gänzlich vorhersehbar und der Autor kann am Ende noch einmal überraschen.

Eine Sache sollte man bei der Lektüre nicht vergessen: Die Geschichte ist fiktional. Doch schon die ein oder andere kleine Überspitzung reicht aus, um uns ernsthaft darüber nachdenken zu lassen, welchen Raum Schönheit und das Streben danach in unserem Alltag einnehmen. Tibor Rode gelingt es damit, eine Geschichte zu erzählen, die auch für Nicht-Thriller-Fans interessant sein könnte und ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

FAZIT

4 von 5 Lesebändchen

„Das Mona-Lisa-Virus“ ist ein spannungsgeladener Thriller inklusive Verfolgungsjagd und Verbrechen, jedoch mit dem untypischen und sehr radikal beleuchteten Thema Schönheit. Verschiedenste Personen und Perspektiven schaffen dabei eine hochinteressante Atmosphäre. Ich kann das Buch auch für Nicht-Thriller-Leser empfehlen!

4 Jahre Cook Bake Book – Bloggeburtstag mit Gewinnspiel

Nicht zu fassen: Mein Blog feiert seinen 4. Geburtstag!
Ich habe das Gefühl, die Zeit vergeht mit jedem Jahr schneller. Wurde nicht gerade erst der 3. Geburtstag zelebriert? Nein, schon wieder ist ein ganzes Jahr vorbei. 4 Jahre, was für eine Zeit! Was hat sich nicht alles verändert und entwickelt und wo soll das noch hinführen? Halten wir fest: Bloggen ist ein unheimlich spannendes Hobby!
Und heute ist es wieder an der Zeit, eine virtuelle Party zu schmeißen und danke zu sagen. Danke an alle, die meinen Weg begleiten, on- sowie offline. Danke an alle, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Danke an euch, die ihr immer wieder hier vorbeischaut und mitlest. Danke an alle, die hier liebe Kommentare verfassen. Denn seien wir ehrlich, ein Blog ist nichts ohne seine Leser!
Dabei habt ihr es wirklich nicht leicht mit mir. Meine Beitragfrequenz ist beängstigend tief gesunken und ständig bastle ich hinter den Kulissen herum, anstatt mal wieder etwas zu veröffentlichen. Deshalb nutze ich den Feiertag, um euch stärker einzubinden und einige Fragen zu stellen:

Was erwartet ihr auf meinem Blog?
Welche Beiträge mögt ihr am liebsten?
Gibt es etwas, das ihr hier vermisst?

Gebt es zu, die oberen Abschnitte habt ihr eher überflogen, stimmt’s? 😀 Aber keine Sorge, jetzt ist es so weit. Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder ein Gewinnspiel und drei ganz besondere Gewinne:

Vier Jahre sind eine lange Zeit und die wenigsten von euch waren von Anfang an dabei. Aber ich verrate euch etwas: Das allererste Buch, das ich jemals hier vorgstellt habe, war Isola von Isabel Abedi. Warum? Weil es damals eines meiner liebsten Bücher war und ich es wirklich oft und immer wieder gern gelesen habe. Deshalb ist der erste Gewinn Isola. Und hier kommt das Sahnehäubchen: Auf der Buchmesse habe ich das Buch exklusiv für euch von der Autorin signieren lassen!

Mein Blog war von Anfang an sehr kreativ ausgelegt. Und wenn es um kreative Bücherwürmer geht, kommt man an einem Trend gerade nicht vorbei: Malbücher für Erwachsene (und alle anderen). Der zweite Gewinn ist daher Fantastische Malwelten, dass nur darauf wartet, von euch mit Farbe gefüllt zu werden.

Wie, die ersten Gewinne sprechen euch nicht an? Kein Problem, denn ihr könnt euch ein Buch eurer Wahl im Wert von bis zu 10€ gewinnen! Damit sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Das Gewinnspiel ist abgelaufen. Die entsprechenden Inhalte im Beitrag wurden gelöscht.

Ich drücke euch die Daumen und freue mich auf das nächste Jahr mit euch!

Mein Bücherwinter 2015/16

Wenn ich mir das Wetter der letzten Tage so anschaue, dann zeichnet sich doch deutlich ab, dass endlich Frühling wird. Wobei der Winter diesmal ja kaum wirklich winterlich war. Jedenfalls ist der Rückblick auf meine gelesenen Bücher im Winter (zeitlich betrachtet ;)) längst überfällig und nun möchte ich es auch nicht weiter aufschieben, denn es warten schon andere Posts… Deshalb entfällt fürs Erste auch das Rückblicks-Titelbild… #ausgründen… vielleicht füge ich das aber später noch ein.
Los geht’s!

Das Leben, das uns bleibt (3) | Susan Beth Pfeffer | 272 Seiten | Carlsen
Während der Weihnachtsfeiertage habe ich zunächst noch die Trilogie beendet. Die verschiedenen Perspektiven aus den ersten Teilen werden nun zusammengeführt. Insgesamt hat mir die Reihe gut gefallen, aber gerade am Ende, als wirklich etwas passiert und man wissen möchte, wie es den Charakteren in ihrer Situation geht, hört die Reihe auf. Das fand ich dann doch etwas enttäuschend.
Die Blutschule | Max Rhode (alias Sebastian Fitzek) | 272 Seiten | Bastei Lübbe
Ich muss Ende 2015 in einer Art Leserausch gesteckt haben, denn kurz vor Silvester habe ich auch noch Die Blutschule gelesen (natürlich innerhalb eines Tages). Es wird von den meisten empfohlen, dieses Buch vor dem Joshua-Profil zu lesen, woran ich mich an dieser Stelle gehalten hab.
Ich muss sagen, dass ich mehr Horror erwartet hätte. Fitzek-like fliegt man nur so durch die Seiten, man merkt aber, dass es sich nur um eine Beigeschichte handelt. Besonders der Teil um die eigentliche Blutschule fiel recht kurz aus, ansonsten kann ich mich nicht beklagen. Das Joshua-Profil kann kommen, hat es allerdings noch nicht in meine vier Wände geschafft, also konnte ich dem Drang, sofort damit zu beginnen, offenbar widerstehen 😉

Noah und Echo – Liebe kennt keine Grenzen | Katie McGarry | 416 Seiten | Oetinger
Nach Weltuntergangsszenario und Thriller war mir dann mal wieder nach einer Liebesgeschichte. Die Charaktere aus Noah und Echo fand ich wirklich toll, vor allem, da sie nicht den typischen Jugendbuchfiguren entsprachen. Auch die Geschichte gefiel mir wirklich gut und ich war sehr gefesselt. Leider fand ich das Ende dann doch ziemlich konstruiert. Zu den Protagonisten hat es gepasst, aber von der Autorin hätte ich mir etwas mehr Einfallsreichtum bzw. die ein oder andere Überraschung gewünscht.
Ein letzter Brief von dir | Juliet Ashton | 416 Seiten | Rowohlt
Passend zum Valentinstag habe ich Ein letzter Brief von dir gelesen. Leider gefiel es mir nicht ganz so gut, warum wieso weshalb könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

Vielleicht mag ich dich morgen | Mhairi McFarlane | 496 Seiten | Knaur
Was für ein tolles Buch! Die Geschichte mag ein wenig kitschig und klischeebehaftet daherkommen, aber manchmal ist das einfach genau richtig. Anna fand ich als Protagonistin absolut genial. Das Buch liest sich sehr angenehm, hat viel Humor, dabei aber trotzdem auch tiefsinnige und nachdenkliche Szenen und man kann es einfach nicht aus der Hand legen. Genau so sollte Unterhaltungsliteratur meiner Meinung nach sein!
Das Mona-Lisa-Virus | Tibor Rode | 464 Seiten | Bastei Lübbe
Hier möchte ich nicht zu viel verraten, denn ich durfte das Buch vorab lesen und Tibor Rode auf der Buchmesse treffen. Meine Rezension gibt es bald. Ich kann euch aber schon mal verraten, dass es mir gut gefallen hat. Thriller-Fans sollten das Buch unbedingt im Auge behalten!
Die Zuckerbäckerin | Petra Durst-Benning | 480 Seiten | List
Dieses Buch wartete schon ewig darauf, gelesen zu werden und es hat in mir die Freude an historischen Romanen neu entfacht. Sicherlich lag das vor allem am Thema Zuckerbäckerin 😉 aber die Autorin lieferte auch einen wirklich packenden Roman. Zwar handelt es sich um den Beginn einer Trilogie, die nachfolgenden Teile werde ich aber aufgrund anderer Themen bzw. Protagonisten nicht lesen, denn eigentlich ist die Handlung im Buch gut abgeschlossen. Ich frage mich mal wieder, warum das Buch so lange auf mich warten musste, falls euch das Thema interessiert, solltet ihr hier unbedingt zugreifen!
Damit komme ich insgesamt auf 7 Bücher, was mir doch recht wenig erscheint, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich Semesterferien hatte. Andererseits habe ich mir das Lesen während der Prüfungszeit verboten, weil das Lernen einfach im Vordergrund stand. Jetzt nach der Buchmesse habe ich allerdings große Lust auf meine Bücher, ich bin gespannt, wie es im Frühling klappt.