Booktagtour zu „Feel again“ und Sommerlesenacht – Seid ihr dabei?

Hallo ihr Lieben, ihr habt es sicher schon am Titel gemerkt: Heute habe ich mal etwas ganz anderes für euch im Gepäck! Nächste Woche gibt es hier nämlich gleich zwei tolle Aktionen:
Zusammen mit sechs weiteren Bloggerinnen darf ich eine Blogtour zu „Feel again“, dem dritten Band der again-Reihe von Mona Kasten organisieren. Dabei haben wir uns gedacht, dass eine ganz normale Blogtour doch eigentlich viel zu langweilig ist. Wir machen gleich einen Booktag daraus! Zusammen ergibt das dann eine Booktagtour. Neugierig? Wie das Ganze funktioniert und was ihr davon habt (außer spannenden Beiträgen natürlich ;)) erfahrt ihr am Montag, wenn es losgeht. Vom 05. bis 11. Juni haben wir jeden Tag einen Beitrag für euch.

 

Und als wäre das nicht schon ein Highlight für sich, geht es gleich noch weiter: Ich veranstalte das erste Mal eine Lesenacht auf meinem Blog! Endlich ist der Sommer da und damit hoffentlich ganz viel Lesezeit. Seid dabei, sodass wir uns gegenseitig austauschen und vielleicht das ein oder andere literarische Highlight entdecken können. 

Am Samstag, dem 10. Juni, geht es um 21 Uhr los. Einen Post mit allen Infos zum Ablauf werde ich natürlich entsprechend vorher schon veröffentlichen. Mitmachen könnt ihr dann ganz einfach hier auf dem Blog, eurer eigenen Seite, in der Veranstaltung auf Facebook oder mit dem Hashtag #cbblesenacht in allen Social Media Kanälen.
Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mitmacht 🙂

Spiegel des Bösen – Björn Springorum | Rezension

Titel: Spiegel des Bösen / AutorIn: Björn Springorum / Verlag: Thienemann / Erschienen: Februar 2017 / Hardcover / 383 Seiten / 14,99€ (D) / ISBN 978-3-522-20230-5

KLAPPENTEXT

Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist …

MEINE MEINUNG

Sophie reist mit ihren Eltern in das sagenumwobene Grandhotel Rabenfels, worauf sie so gar keine Lust hat. Doch über Nacht verändert sich auf einmal alles: Ihre Eltern sind verschwunden, Sophie wird von niemandem mehr wahrgenommen und das Hotel macht einen ganz anderen Eindruck auf sie. Zum Glück ist sie nicht allein, denn es gibt noch andere, denen dasselbe widerfahren ist und gemeinsam versuchen sie, das Rätsel um das Hotel zu lösen und ihre Eltern zu finden.

Titel und Cover stimmen auf ein gruseliges Jugendbuch ein und passen hervorragend zur Geschichte. Auch jeder Kapitelanfang ist besonders gestaltet, sodass die Stimmung die ganze Zeit erhalten bleibt.

„Was war das nur für ein Ort, an dem man jeden Augenblick mit dem Schlimmsten rechnen musste, an dem ruhelose Geister umherschwebten und Phantome viele Jahrzehnte durch die Flure huschten?“ (S. 179)

Björn Springorum konnte mich von Beginn an fesseln. Es gelingt ihm wunderbar, die düstere Atmosphäre der Geschichte zu transportieren, rasant und actionreich stolpert man mitten in die verborgenen Geheimnisse des Hotels. Größtenteils erlebt man das Geschehen aus Sophies Perspektive, kleine Abschnitte aber auch von anderen Figuren. Außerdem gibt es immer mal wieder Rückblenden ins 19. Jahrhundert, die nach und nach Aufschluss darüber geben, warum das Hotel so sonderbar ist.


Die 15-jährige Sophie war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist eine mutige Protagonistin, die zielstrebig versucht, aus ihrer verzwickten Situation zu entkommen. Daneben gibt es aber noch jede Menge weitere, zum Teil recht skurrile Figuren, die nicht alle freundlichen Gemüts sind. Sophie findet jedoch schnell einige Verbündete, die ihr oftmals helfend zur Seite stehen. Für meinen Geschmack hätte sie gern ein bisschen weniger auf diese Hilfe angewiesen sein und mehr Probleme allein lösen können, was mit ihrem Charakter gut harmoniert hätte. Nichtsdestotrotz passte insgesamt alles gut zusammen und auch eine Liebesgeschichte fehlt natürlich nicht.

Liebe und Hass sind die zentralen Themen in „Spiegel des Bösen“. Was passiert, wenn sich Liebe in Hass verwandelt? Und wie kommen Sophie und die anderen aus ihrer Situation wieder heraus? Durch die Einbindung von Fantasy-Elementen ist dem Autor eine wunderbar spannende Gruselgeschichte gelungen.

FAZIT

4 von 5 Lesebändchen

„Spiegel des Bösen“ ist ein spannendes Jugendbuch mit Gruselfaktor. Mit seiner atmosphärischen und rasanten Geschichte konnte mich Björn Springorum trotz kleiner Schwächen an der Hauptfigur Sophie überzeugen.

Meine vielseitigen Geliebten. Bekenntnisse eines Bibliomanen – Jacques Bonnet | Rezension

Titel: Meine vielseitigen Geliebten – Bekenntnisse eines Bibliomanen / AutorIn: Jacques Bonnet /
Originalsprache: Französisch / Originaltitel: Des bibliothèques pleines de fantômes / Verlag: Droemer / Erschienen: März 2017 / Taschenbuch / 146 Seiten / 9,99€ (D) / ISBN 978-3-426-30135-7

KLAPPENTEXT

Für den Büchermenschen Jacques Bonnet sind Bücher »Schatztruhen aus Papier«. Jedes von ihnen ist einzigartig und erzählt eine unverwechselbare Geschichte. Bonnet teilt seine Wohnung mit mehreren Zehntausend Büchern. Doch mitunter treiben ihn seine vielseitigen Geliebten in den Wahnsinn: Wie sortiert man eine solche Bibliothek, und wie lebt es sich Seite an Seite mit all den Schätzen? Liebevoll und selbstironisch erzählt er von seiner Leidenschaft und vom Glück, das man nur in Büchern findet.

Quelle: Droemer Knaur

MEINE MEINUNG

Jacques Bonnet – bekennender Bibliomane und Besitzer mehrerer zehntausend Bücher. Mehr brauchte es nicht, um meine Neugier zu wecken. Auf 147 Seiten erzählt der Autor in neun Kapiteln mit einigen Anekdoten von seiner Büchersammlung.

„Grundsätzlich […] teilen die Bibliomanen sich in zwei Kategorien: die Sammler und die begeisterten Leser.“ (S. 28)

Es werden Themen wie das Zustandekommen einer derartigen Sammlung, ihre Ordnung oder generell das Lesen angesprochen. Der Autor schreibt sehr gewählt, dabei aber humorvoll. Natürlich kann er nur von seinen subjektiven Erfahrungen berichten, als eine Art Universalanleitung kann das Buch also nicht dienen.


In einigen Abschnitten werden extrem viele Autoren und ihre Werke genannt, die meisten von ihnen Franzosen und mir unbekannt. Das hat den Lesefluss leider erheblich gestört und ich habe entsprechende Abschnitte häufig nur überflogen, zumal ich sie inhaltlich auch nicht sehr interessant fand. Bonnets Leidenschaft fürs Büchersammeln wurde dadurch aber schön veranschaulicht.

„Eine Bibliothek ist das, was dem irdischen Paradies am nächsten kommt.“ (S.19)


Wenn Bonnet von „Bibliothek“ spricht, dann meint er seine Büchersammlung, konkret also eine Privatbibliothek und keine Bibliothek im Sinne einer Einrichtung wie zum Beispiel einer Stadtbibliothek. Eine solche Sammlung wirft Probleme auf, bei denen ich mich gelegentlich selbst ertappt fühlte. Zum Teil war ich aber auch froh, mich um wesentlich weniger Bücher als Bonnet kümmern zu müssen. Vielleicht sind seine Ausführungen gerade dann besonders interessant, wenn man sieht, dass andere Menschen in ihrer Sammelleidenschaft deutlich „verrückter“ sind, als man selbst es ist.

Insgesamt ist das Buch eine schöne Lektüre für zwischendurch. Verschlingt man jedoch ein Kapitel nach dem anderen, kann es schnell anstrengend und ermüdend werden, denn Bonnets Worte brauchen ein bisschen Zeit, um zu wirken.

FAZIT

4 von 5 Lesebändchen

„Meine vielseitigen Geliebten“ ist ein schönes Buch für alle Bibliophilen. In einigen Abschnitten erkennt man sich selbst wieder und die liebevolle Art des Autors ließ mich so manches Mal schmunzeln. Ich würde tatsächlich empfehlen, das Buch nicht gänzlich am Stück zu lesen, sondern immer mal wieder ein Kapitel zwischendurch.

Leipziger Buchmesse 2017

Schon wieder liegt die Buchmesse viel zu lange zurück und mein Bericht fehlt noch immer. Nun will ich euch aber nicht länger warten lassen.

Wie schon im letzten Jahr habe ich Moni und Sophie bei mir beherbergt und weil beide bereits am Mittwoch angereist waren, konnten wir am Donnerstag ganz entspannt zur Messe starten. Vor allem mit Moni war ich viel gemeinsam unterwegs, bei Droemer Knaur und dem Rowohlt Verlag erhielten wir Einblicke in die neuen Vorschauen und haben uns gefühlt das ganze Programm für die Wunschliste notiert 😀

Das erste richtige Highlight der Messe erlebte ich mit Sophie: Wir durften Poppy J. Anderson, die Autorin der Taste of Love-Reihe, interviewen! Dass mir ihre Bücher gefallen, wisst ihr ja bereits, aber sie ist auch eine unglaublich herzliche und sympathische Person. Wenn wir es dann endlich mal schaffen, das Interview zu transkribieren, bekommt ihr es natürlich zu lesen.

Ansonsten sind wir am Donnerstag viel durch die Hallen gelaufen und haben uns bei den verschiedensten Verlagen umgesehen. Ebenso am Freitag, da gab es jedoch ein paar mehr Termine und Veranstaltungen, die uns interessierten.

Der Tag begann für mich mit einer Lesung von Anne Freytag zu ihrem neuen Jugendbuch „Den Mund voll ungesagter Dinge“, auf das ich nun umso gespannter bin. Anne zu treffen ist einfach immer wieder schön und diesmal war sie in Begleitung von Eva Siegmund unterwegs, die ich bei der Gelegenheit auch gleich noch kennenlernen konnte.

Als nächstes ging es zum Stand „Studium rund ums Buch“, bei dem ich ohnehin gerne vorbeischaue, weil einige meiner Kommilitonen dort sind. Hier wurde das Thema „Recht für Buchblogger“ besprochen. Einiges weiß man natürlich inzwischen, aber gerade die Feinheiten sind doch recht kompliziert und bei Rechtsfragen im Internet ist auch vieles noch nicht eindeutig geklärt. Daumen hoch also für dieses Event, davon sollte es unbedingt mehr geben!

Am Nachmittag hatte ich mit Moni noch einen Termin bei Lübbe und auch hier weiß ich gar nicht, welches Buch aus dem neuen Programm ich zuerst lesen soll, weil sie alle so toll klingen. Damit war der Freitag aber noch nicht vorbei, die letzte Messestunde verbrachten wir alle zusammen bei einem Get together bei Rowohlt. Hier trafen wir auch ganz viele andere Blogger, mit denen man sonst immer nur online Kontakt hat und hatten Gelegenheit, mit den lieben Rowohlt-Mitarbeitern zu plaudern. Ein kleines Highlight zum Ende des Tages!

Das Wochenende war terminlich etwas freier gestaltet. Am Samstag war ich wie so viele andere auch beim Bloggerempfang von Carlsen und Thienemann-Esslinger. Eine rundum gelungene Veranstaltung mit tollen Autoren und einem schönen Programm. Besonders freute ich mich darüber, Sandra von der Büchernische einmal persönlich kennenzulernen.

Und am Nachmittag stand dann das alljährliche LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen auf dem Plan! Auch hier konnten wir liebe Bloggerkollegen treffen, Anne Freytag war mit von der Partie und natürlich die sympathischen LovelyBooks-Mitarbeiter, mit denen man auch immer gut ins Gespräch kommt.

Der Sonntag hielt zum Abschluss zwei wunderbare Treffen bei Lübbe bereit: Zunächst konnten wir in einer gemütlichen Runde noch einmal mit Poppy J. Anderson plaudern und später hatte ich Gelegenheit Mona Kasten kennenzulernen. Mit der Bloggerrunde von diesem Treffen habe ich auch jetzt noch Kontakt, was mich wirklich freut.

Anschließend ließ ich mir noch das neue Buch von Mechthild Gläser signieren und schlenderte ein letztes Mal mit Moni durch die Hallen, bevor die Messe am Abend endgültig schloss. Ein bisschen wehmütig fuhren wir nach Hause. Weil Frankfurt dieses Jahr aufgrund meines Praxissemesters nicht klappt, muss ich leider ein ganzes Jahr warten, bis es wieder zu einer Buchmesse geht. Dafür freue ich mich dann umso mehr darauf!