Mein Büchersommer 2016

Es ist Herbst! Endlich! Ich muss ja sagen, dass der Herbst irgendwie meine Lieblingsjahreszeit ist. Lange Hosen, warme Jacken und Stiefeletten. Dazu jede Menge perfektes Lesewetter 😉 Die Frankfurter Buchmesse, der Semesterbeginn und ganz zum Schluss kurz vor dem Winter mein Geburtstag 🙂 Kann ja eigentlich nur gut werden.
Vorher schauen wir aber nochmal auf den Sommer zurück.  Im Vergleich zum Frühjahr war ich richtig fleißig beim Lesen. Ach und bevor ich es vergesse: Der Jahreszeitenrückblick feiert heute einjähriges Jubiläum 😀 Was ich im Sommer 2015 alles gelesen habe, könnt ihr hier noch einmal herausfinden.

Mein bester letzter Sommer | Anne Freytag | 367 Seiten | Heyne fliegt

Oh wie schön war die Leipziger Buchmesse, unter anderem dank Anne Freytag. Tessa und Oskar habe ich mit in den Urlaub nach Schweden entführt und dort verschlungen. Berührend und wunderschön geschrieben. Klare Empfehlung an alle Jugendbuchfans!


Jules Welt – Das Glück der handgemachten Dinge | Marina Boos | 331 Seiten | Knaur

Wie ich schon bei den Neuzugängen schrieb: Ein Rezensionsexemplar. Und zwar ein ganz Besonderes, das sicher nicht jeden Geschmack trifft, aber andere dafür umso mehr zu begeistern und beschäftigen weiß 😉 Was genau ich damit meine? Steht alles in meiner Rezension.

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry | Rachel Joyce | 378 Seiten | Fischer
Der gute Harold hat auch in meinem Bücherregal eine ganz schöne Pilgerreise unternommen: Inzwischen konnte ich ihn getrost als SuB-Leiche bezeichnen. In dem Jahr, in dem er einzog (ich glaube, es war 2013) habe ich ihn tatsächlich angelesen. Jedoch war ich irgendwie nicht recht in der Stimmung für das Buch und es wanderte wieder zu seinen ungelesenen Brüdern und Schwestern. Mit diesen wanderte es vergangenes Jahr nach Leipzig und musste noch immer warten. Dann nahm ich in diesem Sommer auch Harold mit nach Schweden und siehe da: Das Warten hatte ein Ende. Einmal angefangen, war ich dann auch ganz schnell fertig und ich frage mich wirklich, warum ich das Buch nicht eher gelesen habe. Sei’s drum, auf der Bestsellerliste stand es ja auch ohne mich und ich finde, absolut verdient. Leseempfehlung!

Verlieb dich nie in einen Vargas | Sarah Ockler | 412 Seiten | cbt
Wer sich erinnert: Das Buch hatte ich beim Bücherzirkus 2015 mitgenommen. Da es eindeutig in die Kategorie Sommerbuch fällt, habe ich mit dem Lesen bis zum Sommer gewartet und es dann an einem Tag verschlungen. I like! Ein wirklich schönes Sommer-Jugendbuch, das mich mit unerwartet viel Tiefe überraschen konnte.

Der Frühstückskrieg | Penny Smith | 382 Seiten | Blanvalet

Im Anschluss war mir nach ein bisschen Chic-Lit zumute. Das Buch tummelte sich auch schon seit Jahren in meinem Regal – wohl nicht ganz ohne Grund. Im Prinzip bekam ich genau das, was ich erwartet hatte: Mäßige Unterhaltungslektüre mit einer sprunghaften Protagonistin, Party- und Alkoholexzessen und einem schwachen Handlungsaufhänger. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, tatsächlich habe ich mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen. Mag sein, dass es anderen gefällt, mein Fall war es nicht. Deshalb habe ich es jetzt auch bei Tauschticket drin. Wer es doch gern mal probieren mag, den will ich nicht aufhalten.

SMS für dich | Sofie Cramer | 238 Seiten | Rowohlt

Selbstverständlich gehöre ich zu den Leuten, die für gewöhnlich erst ein Buch lesen und dann den Film sehen. Nun lief vor kurzem SMS für dich im Kino an, von und mit Karoline Herfurth, die ich sehr mag. Spontan habe ich mir also vorher noch das Buch geholt und gelesen. Insgesamt gefiel es mir ganz gut, gegen Ende verlief die Handlung für meine Begriffe aber ein bisschen schnell. Nun gut, es hat ja auch nicht allzu viele Seiten und ist ein frühes Werk der Autorin.
Den Film habe ich inzwischen gesehen und ich liebe ihn! Dazu sollte man aber wissen, dass sich Buch und Film abgesehen von der Grundidee doch sehr unterscheiden und deshalb auch nur bedingt vergleichbar sind. Mein Fazit: Wer das Genre mag, kann gerne das Buch lesen und sollte sich auf jeden Fall den Film anschauen 🙂

Sehnsucht ist ein Notfall | Sabine Heinrich | 284 Seiten | Kiepenheuer & Witsch

Sehnsucht ist ein Notfall gefiel mir am Anfang wirklich gut. Das Ende blieb mir leider ein Rätsel. Entweder ich habe irgendwas nicht richtig verstanden oder aber die Handlungsstränge wurden tatsächlich nicht richtig aufgelöst und beendet. Immerhin, die Charaktere mochte ich.
An dieser Stelle ein kurzer Abstecher gen Sprachkunde: Sagt irgendjemand wirklich „Ich mache ein Instagram“?? Es heißt doch bitte „Ich mache ein Foto für Instagram“ oder Varianten davon, oder? Ich mache doch verdammt nochmal kein Instagram?! Bitte meldet euch, falls doch. Danke.

Margos Spuren | John Green | 334 Seiten | dtv
Mein drittes Buch von John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter mochte ich, Eine wie Alaska nicht. Margos Spuren pendelt irgendwo dazwischen, Tendenz: Mag ich. Anfangs ist die Geschichte ein einziges Abenteuer und bei dieser Hinführung konnte das Ende meine Erwartungen einfach nicht erfüllen. Versteht mich nicht falsch, ich brauche kein riesen Tamtam, weder in Richtung Happy, noch Bad End. Aber ich hatte einfach auf mehr gehofft. Ging euch das auch so? Abgesehen davon ist Margos Spuren aber ein wirklich schönes Jugendbuch, was auch nachdenklich macht. Die Metapher der Plastikstädte/-menschen finde ich sehr interessant, hier hätte man durchaus auch noch mehr herausholen können. Im Großen und Ganzen kann ich das Buch besten Gewissens weiterempfehlen. 

Insgesamt habe ich im Sommer somit acht Bücher gelesen, womit ich super zufrieden bin. Nun hoffe ich einfach, dass mich im Herbst die Uni nicht zu sehr aufhält. Ansonsten steht einem gemütlichen Leseherbst nichts im Weg 🙂

Kennt ihr die Bücher?
Was waren eure Lieblinge im Sommer? 

Neu im Regal | Sommer 2016 bis einschließlich heute

Ich entschuldige mich vielmals für den Overload an Bookcontent in letzter Zeit. Aber immerhin – es gibt überhaupt wieder halbwegs regelmäßig Content 😉 Heute ist es endlich so weit, ich kann euch meine neuen Bücher bis zum superaktuellen Zustand zeigen und ich prophezeie, dass noch mindestens einmal Bookcontent folgt, bevor es auch wieder andere Themen gibt. Am Wetter merkt man es inzwischen deutlich: Es wird Herbst und das heißt, der Rückblick auf meinen Büchersommer rückt bedrohlich nahe. Für den Moment bleiben wir aber bei meinen Büchern aus dem Sommer 🙂

Jules Welt – Das Glück der handgemachten Dinge erreichte mich als Rezensionsexemplar. Wer sich für Kreatives begeistern kann, sollte einen Blick auf meine Rezension werfen 🙂 Sehnsucht ist ein Notfall und Der Palast der Borgia haben mich beide schon länger interessiert, umso mehr freute ich mich, als ich sie günstig als Mängelexemplare entdeckte. Sehnsucht ist ein Notfall habe ich inzwischen auch schon gelesen.

Auch Marienkäfertage und Nachruf auf den Mond habe ich als Mängelexemplare erworben. Das englische Original von letzterem liegt lustigerweise seit 2014 auf meinem SuB. Zum Lesen konnte ich mich aber bisher nicht recht überwinden. Hoffentlich klappt das bei der deutschen Version jetzt besser 😀

Nachdem ich mir den zweiten Teil von Patricia Koelles Ostsee-Trilogie per Medimops geholt hatte, durfte nun der dritte Teil Der Horizont in deinen Augen frisch aus der Buchhandlung bei mir einziehen. Bisher sind aber beide noch ungelesen 😉 Paris, du und ich von meiner allerliebsten Adriana Popescu war natürlich ein absolutes Must-have für mich. Dazu muss ich wohl nicht mehr viel sagen, oder? 🙂
SMS für dich läuft seit letzter Woche im Kino und da ich mir den Film gerne ansehen möchte und für gewöhnlich lieber erst das Buch lese, durfte es kurzerhand mit nach Hause kommen und wurde auch ganz schnell gelesen. Jetzt wartet der Film auf mich!

Alles in allem macht das acht neue Bücher, von denen drei bereits gelesen sind. Ganz guter Schnitt würde ich sagen. Ich fürchte allerdings, dass der Herbst und besonders der Oktober ganz schön auf den SuB schlagen werden. Nicht nur, dass die Frankfurter Buchmesse ansteht. So wie es aussieht, findet wohl auch wieder der Bücherzirkus in Leipzig statt, der mir schon im letzten Jahr einen XXL-Büchernachschub verschaffte. Dazu dann aber mehr, wenn es so weit ist.

Welche meiner Neuzugänge kennt ihr, 
was könnt ihr mir besonders empfehlen?

Neu im Regal | Frühjahr 2016

Es geht weiter mit meinen liegen gebliebenen Neuzugängen, ich hole langsam auf 😉
Zuletzt
gab es meine neuen Bücher bis einschließlich der Buchmesse. An jenem
Wochenende stand auch der Jahreszeitenwechsel an und nun versuche ich,
mich an den Rhythmus der Jahreszeiten zu halten, so wie das auch schon
bei den gelesenen Büchern gut klappt. Heute also: 20. März bis 21. Juni
🙂 Leider muss ich sagen, dass bisher alle diese Bücher noch ungelesen sind. Einige werden aber sicher nicht mehr lange warten müssen.

Lange habe ich gezögert, ob ich mir S. – Das Schiff des Theseus kaufe/wünsche. Von außen sieht es ja auch ziemlich unscheinbar aus. Ein paar Innenansichten und viele begeisterte Meinungen überzeugten mich dann aber doch. Das Lesen wird dann allerdings vermutlich ein Großprojekt, dafür fehlte mir vorerst die Zeit. Weine nicht und Im unwahrscheinlichen Fall nahm ich in der Uni mit. Ja, so ist das bei buchnahen Studiengängen, da gibt es gelegentlich kostenlos Leseexemplare abzustauben 🙂

Im Frühjahr stand dann auch mal wieder eine Medimops-Bestellung an 🙂 Daher stammt Das Licht in deiner Stimme, Teil 2 von Patricia Koelles Ostsee-Trilogie. Teil 1 hatte mir unheimlich gut gefallen (hier kurz vorgestellt) und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band. Frauen und Bücher stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste und durfte nun bei dieser Gelegenheit mitkommen. Book Elements Teil 1 dagegen hat wieder Uni-Bezug: Die liebe Stefanie Hasse kam zu einer Lesung in unsere hochschuleigene Buchhandlung und danach konnte ich einfach nicht ohne das Buch nach Hause gehen 🙂

Ebenfalls ein Wunschlistenbuch, das mich via Medimops erreichte: Die Falle von Melanie Raabe. So viele begeisterte Meinungen und eine sympathische Autorin, mit der ich den Geburtsort teile, da kann ich ja schlecht nein sagen 🙂 Die Landkarte des Himmels ist Band 2 einer Trilogie, von der ich lange Zeit gar nicht wusste, dass es mehr als einen Band gibt. Dass ich den gelesen habe, ist auch schon ewig her. Band 2 habe ich dann bei den reduzierten Büchern entdeckt, als ich Sophie in Magdeburg besucht habe. Mit dem Lesen könnte es aber noch dauern. Und noch einmal Medimops: Das Joshua-Profil fehlte bei mir bisher. Die Blutschule hatte ich ja schon Ende letzten Jahres gelesen.

Diese drei Bücher habe ich alle reduziert im Supermarkt mitgenommen. Das ist wirklich fies, da will man nur den normalen Einkauf erledigen und muss dafür an den Büchern vorbei! Gut gegen Nordwind und die Fortsetzung Alle sieben Wellen sind ebenfalls Wunschlistenkandidaten. Von Nicolas Barreau wollte ich schon länger noch etwas lesen, ich kenne bisher nur Das Lächeln der Frauen und das fand ich ganz ganz toll. Eines Abends in Paris verspricht, ähnlich schön zu sein.

Herrje, schon wieder zwölf Neulinge. Gelesen hatte ich im Frühjahr leider nur fünf Bücher, welche und wie ich sie fand, könnt ihr im Bücherfrühling nachverfolgen. Da kann ich nur hoffen, dass der Schnitt Ende des Sommers besser aussieht.

Kennt ihr ein paar der Bücher?
Was könnt ihr mir empfehlen, welches sollte ich als nächstes lesen?

Wo ist der Sommer hin? Oder auch: Das 2. Semester | Gedankenzeilen

Ich glaube, es ist an der Zeit, mal wieder ein bisschen zu plaudern. Und vielleicht ein paar Erklärungen zu liefern. Denn von April bis August habe ich genau 11 Posts für den Blog zustande gebracht. Vergangenes Jahr habe ich in diesem Zeitraum mehr als doppelt so viele geschafft. Da frage ich mich in erster Linie selbst, was schiefgelaufen ist. Wobei, nein, ich weiß es.
In diesem Jahr habe ich so wenig gebloggt, wie noch nie zuvor. Die Abstände zwischen einzelnen Einträgen sind zum Teil größer als manch Blogpause, die ich früher eingelegt habe. Dabei heißt es doch immer, Studenten hätten so viel Freizeit. Äh, nein.
Anfang des Jahres steckte ich in der Prüfungszeit des 1. Semesters, im Anschluss musste ich mir eine/n neue/n Mitbewohner/in suchen. Was ansonsten aus der mehrwöchigen Semesterpause geworden ist, möchte ich auch gerne wissen. Gegen Ende folgten noch Buchmesse und Urlaub, dann kam schon das 2. Semester.

An den Unialltag war ich inzwischen gewohnt, auch wenn ich mental irgendwie noch nicht wieder darauf eingestellt war. Meine Freizeit wurde mir stattdessen von anderen Dingen geraubt. Zum einen engagiere ich mich seit April im Fachschaftsrat, zum anderen gehe ich seitdem auch noch ein bisschen arbeiten. Dass ich daneben so gut wie gar keine Zeit mehr für Hobbys habe, konnte ich nicht vorhersehen, andernfalls hätte ich bei einem davon nein gesagt. Dennoch wäre Bloggen irgendwie möglich gewesen, hätte mir nicht eine entscheidende Sache dazu gefehlt: Internet.
Als mein Mitbewohner im März auszog, nahm er den alten Internetvertrag mit. Einen neuen hatte ich zwar rechtzeitig organisiert, aber die Probleme nahmen einfach kein Ende. Fragt lieber nicht, einen ähnlichen Fall hatte keiner der Beteiligten (Vermieter, Internetanbieter, Technikfirma) schon einmal erlebt. Fortan gehörte der Laptop zu meinem täglichen Unigepäck, im Internet erledigte ich nur noch das Nötigste. Bloggen also erstmal nicht.
Der 1. Juni sollte mein Glückstag werden: Endlich endlich gab es wieder Internet. Dann stand allerdings auch schon die nächste Prüfungszeit vor der Tür und an Freizeit war nicht mehr zu denken.
Keine 24 Stunden nach meiner letzten Prüfung saß ich mit meiner Familie im Auto Richtung Urlaub.

Ich glaube, ich habe es noch nie so sehr genossen, fürs Erste nichts mehr tun zu müssen, sondern nur noch zu können und zu dürfen. Und mit diesem Gefühl und jeder Menge Motivation, die Semesterferien so gut wie möglich zu nutzen, kehrte ich im August wieder zurück. Seitdem habe ich auch schon so einiges geschafft – nur nicht für den Blog. Das nehme ich mir jetzt aber ganz fest für die verbleibenden Ferien vor und mit der richtigen Organisation läuft es dann vielleicht auch im Wintersemester wieder besser. Sagen wir es mal so: Viel inaktiver kann ich ja kaum werden 😉