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Jane & Miss Tennyson | Rezension

KLAPPENTEXT

Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat.

Quelle: Carlsen

MEINE MEINUNG

Mit dem Frühjahrsprogramm ist dem Königskinder Verlag im wahrsten Sinne des Wortes ein echter Blickfang gelungen. Von jedem Cover strahlt uns ein natürliches Mädchengesicht entgegen. So auch bei „Jane & Miss Tennyson“, dessen Gesicht mich sofort ein wenig an Keira Knightley erinnerte, die bekanntlich in einer der Stolz und Vorurteil-Verfilmungen Elizabeth spielte. Doch auch unter dem Schutzumschlag und zwischen den Buchdeckeln ist die handliche Hardcoverausgabe wunderschön gestaltet.

Jane war ganz eindeutig meine Lieblingsschriftstellerin und ich wusste, dass die wahre Geschichte meines Lebens in ihrem Stil verfasst werden würde. (S. 9)

Im Zentrum der Geschichte steht die 17-jährige Devon, die ein ganz normales Highschool-Leben führt. Damit ist allerdings Schluss, als ihr freakiger Cousin Foster zu ihrer Familie zieht und ihr zudem unmissverständlich klar gemacht wird, dass sie ihren Lebenslauf aufpolieren soll.
Daneben gibt es natürlich auch einen Mr. Darcy und diverse andere Figuren, ohne die eine amerikanische Highschool keine Highschool wäre. Alle Protagonisten erleben im Handlungsverlauf starke Entwicklungen, ganz besonders Devon und Foster. Die unterschiedlichen Charaktere sorgen stets für eine abwechslungsreiche Handlung und sind auf ihre Weise allesamt sehr sympathisch.
Emma Mills gelingt es, die Geschichte in einer jugendlich leichten Sprache zu erzählen, was für einen wunderbaren Lesefluss sorgt. Die knapp 500 Seiten lesen sich weg wie nichts und dabei möchte man am liebsten noch viel länger bei den Figuren verweilen.
Jane Austen ist als Lieblingsschriftstellerin von Devon ein wichtiges Thema, steht aber nicht zu sehr im Mittelpunkt. Elemente aus ihren Werken tauchen in abgewandelter Form auf und Jane als Person ist fast so etwas wie eine beste Freundin für Devon. Es ist übrigens nicht nötig, Jane Austen gelesen zu haben, um alles zu verstehen. Zumindest die grobe Handlung von Stolz und Vorurteil zu kennen, hilft aber schon ein wenig.
Dagegen wäre etwas Vorwissen in Bezug auf Football durchaus nützlich, andernfalls fügen sich manche Aussagen nicht so gut in die fließende Erzählung ein. Für mich war das Thema Football dadurch leider ein bisschen too much.
Insgesamt ist die Themenvielfalt sehr breit gefächert, neben Jane Austen, Football und Highschool geht es auch um Familie und Freundschaft, Selbstfindung, Zukunft und natürlich Liebe. Dadurch wird es nie langweilig und es ergibt sich eine stimmige Mischung.

FAZIT

5 von 5 Lesebändchen

„Jane & Miss Tennyson“ ist ein wundervoller Jugendroman, der auch schwierige Themen mit Leichtigkeit meistert. Die Charaktere bestechen mit viel Herz und Charme und die Buchgestaltung tut ihr Übriges. Ganz klare Empfehlung meinerseits!